Domino, der Blickfang |
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Der im September 2000 geborene Husky-Rüde besticht durch sein außergewöhnliches Aussehen, denn seine Fellzeichnung ist einmalig. Er ist pintofarben und nun fragen Sie sich bestimmt: Ist Domino etwa ein Pferd? - Nein, ist er nicht, er ist ein zierlicher, weißer Huskyrüde mit wunderschönen schwarzen Tupfen. Aber nicht nur seine Fellzeichnung macht ihn einzigartig, er besticht dazu noch mit strahlenden hellblauen Augen. Sieht man ihn, fällt einem sofort der Songtext ein: „Deine blauen Augen machen mich so sentimental...“ Doch die Optik ist ja nur ein Aspekt. Viel wichtiger fürs Zusammenpassen sind bekanntermaßen die inneren Werte, und auch da kann Domino auftrumpfen. Er ist menschenfreundlich, genießt jegliche Zuwendung, ist aber von sich aus eher etwas zurückhaltend und „überfällt“ die Leute nicht gleich. Vielmehr sucht er dezent die Nähe und freut sich, wenn er bemerkt und freundlich behandelt wird. Man kann eigentlich gar nicht anders, als ihn gern zu haben. Domino gehört zu insgesamt 10 Huskys, die sich leider um ein neues Zuhause bemühen müssen. Derzeit lebt er in einem Rudelverband mit seiner Mutter Jacky, seiner Tante Skee, seinen Schwestern Lisa und Lady und seinem Bruder Balu.
Ist Domino angeleint, schaltet er sofort um auf Autopilot und verrichtet zuverlässig seine ihm angeborene Arbeit, nämlich das Ziehen des ihm angehängten Gegenstandes. Wenn der „Gegenstand“ ein Mensch ist, nun, dann wird eben der gezogen. Im Moment ist Domino
allerdings mangels Training nicht der fitteste. Mit etwas Hege und Pflege wird aus
ihm jedoch gewiss ein hervorragender Kumpel für flotte Ausflüge in die Natur. Aber
dafür muss er eben behutsam wieder an regelmäßige Bewegung gewöhnt werden. Als
einige ehrenamtliche Helferinnen bei einem Besuch Anfang September eine ausgiebige
Runde mit Domino und seinen Rudel-Genossen gedreht haben, hat er nach einer guten
Stunde durchaus Ermüdungserscheinungen gezeigt – seine Hinterbeine machten ihm mit
der Zeit einfach ein bisschen Probleme. Wir wissen nicht, ob das nur mangelnde
Kondition ist, oder ob etwas anderes dahinter steckt. Doch verdrießen ließ sich
Domino davon nicht, er hielt tapfer mit. Mit Bruder Balu versteht Domino sich innerhalb seines Rudels am besten. Auch wenn die beiden Rüden nicht kastriert sind, so bilden sie doch eine gute Einheit. Mit anderen Rüden kommt Domino jedoch nicht so gut klar. Dem weiblichen Geschlecht ist er eher zugetan, doch sollte seine Auserwählte zwei Voraussetzungen erfüllen: Erstens sollte sie ihm größenmäßig mindestens ebenbürtig sein, da er gegenüber kleineren Hunden ziemlich grob werden kann. Und zweitens sollte sie kastriert sein, weil Domino selbst das nämlich, wie bereits erwähnt, (noch) nicht ist. Wie es sich für einen waschechten Husky gehört, hat Domino eine ordentliche Portion Jagdtrieb, daher sind Katzen und Kleintiere im künftigen Zuhause nicht empfehlenswert. Mit Menschen hat Domino aber kein Problem, nicht mit großen und auch nicht mit kleinen. Eine Familie mit Kind(ern) wäre also durchaus vorstellbar, denn wir haben Domino als sehr gutmütig kennen gelernt.
Wo sind die Huskyfreunde, die das Außergewöhnliche suchen? Domino wartet auf Ihren Anruf.
Ein sympathisches junges Paar hat sich auf das Abenteuer eingelassen und Domino als Gasthund bei sich aufgenommen – nicht wissend, ob der Neuzugang ohne Wohnungserfahrung das eigene Leben und das von Hündin Sia ordentlich durcheinander wirbeln oder ob er sich gut einfügen würde. Von der Beschreibung her hatten sie den pintofarbenen Rüden schon sehr ins Herz geschlossen und konnten es kaum erwarten, ihn auch persönlich kennen zu lernen. Als unsere Ehrenamtlichen dann Domino in die neue Bleibe gebracht hatten, ging es nach einer kurzen Gassirunde mit Sia ins Haus. Hui, das war neu und sehr interessant für Domino. Er inspizierte alles, eroberte sogleich das Sofa und wäre beinahe auch auf den Küchentisch gesprungen, wenn ihm das neue Pflegefrauchen und Sia nicht Einhalt geboten hätten – so aber beließ er es mit den Vorderpfoten auf der Tischplatte. Die Eingewöhnung meisterte Domino mit zwei- und vierbeiniger Unterstützung bestens. Er erwies sich erstaunlicherweise von Anfang an als stubenrein, obwohl er ja immer nur den Zwinger gewohnt war. Auch den warmen Kachelofen, der ihm bei der Ankunft noch etwas suspekt war, fand er nach kurzer Zeit super. So ein kuscheliges Plätzchen mit flauschiger Decke in Ofennähe hat er wohl seiner Lebtage noch nicht gehabt. Selbstverständlich hat aber auch der große Garten seine Vorzüge.
Dort kann man so richtig rumtoben und sich verlustieren. Außerdem wird Domino von
der Pflegestelle eine „Rasenmäher-Einstellung“ bescheinigt – man könnte meinen, er
wolle sich vegetarisch ernähren... Beim Gassigehen hat er auch schon gelernt, dass es nicht wie zu früheren Zeiten nötig ist, den „Schlitten“ (in Gestalt des Leinenführers) möglichst schnell und kräftig zu ziehen, sondern dass entspannte und „entschleunigte“ Runden durchaus auch ihren Reiz haben. Seine anfängliche Ungeduld, die sich in Herumhüpfen und schrillem Jaulen geäußert hat, nimmt immer mehr ab und er wird zusehends ruhiger. So hat Domino nun beispielsweise auch Zeit, seine Nase mal in Mäuselöcher zu stecken. Ja, Domino hat sich schon recht gut eingelebt. Und es ist gut möglich, dass aus dem Pflege- ein Endplatz wird. Schön wäre das für den mittlerweile 11 ½-jährigen Rüden, denn er hat sich seinen Gasteltern schon eng angeschlossen und genießt den neu gewonnenen Komfort eines Familienhundes.
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Nothilfe für Polarhunde e.V.
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